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Infusionstherapien

  • Eisenmangelanämie
  • Eisenmangel bei ADHS
  • Vitaminmangel
  • Ketamin

Infusionstherapie

Die Infusionstherapie bietet eine innovative Möglichkeit zur Revitalisierung des Körpers, indem Nährstoffe direkt in den Kreislauf eingeführt werden. Diese Methode umgeht den Magen-Darm-Trakt, was zu einer schnelleren und effektiveren Aufnahme führt. Besonders bei Mikronährstoffen wie Glutathion und Alpha-Liponsäure kann die Infusionstherapie eine signifikant bessere Bioverfügbarkeit und schnellere therapeutische Ergebnisse erzielen im Vergleich zu oralen Präparaten.

Behandlungsmethoden

Die Infusionstherapie wird über vier Phasen durchgeführt:

  1. Beratung & Bewertung: Vor der Behandlung erfolgt eine umfassende Beratung, um den Gesundheitszustand zu bewerten und die richtige Infusionsmischung zu bestimmen.
  2. Vorbereitung der Infusion: Eine individuell angepasste Mischung aus lebenswichtigen Mikronährstoffen wird zusammengestellt.
  3. Verabreichung der Infusion: Die Infusion wird über eine Vene verabreicht und dauert 30 bis 90 Minuten.
  4. Nachsorge: Nach der Infusion wird die Patientin überwacht, um optimale Ergebnisse zu gewährleisten.

Vorteile

  • Schnellere und effektivere Aufnahme: Durch die direkte Verabreichung in den Blutkreislauf werden die Nährstoffe schneller aufgenommen.
  • Höhere Bioverfügbarkeit: Es wird sichergestellt, dass Nährstoffe besser aufgenommen werden.
  • Geringere Nebenwirkungen: Gastrointestinale Nebenwirkungen werden reduziert.
  • Vielseitigkeit: Kann eine Vielzahl von Beschwerden behandeln, wie z.B. Hitzewallungen, Schlafstörungen, und Stimmungsschwankungen.

Behandlung von spezifischen Symptomen

Infusionstherapien können spezifische Beschwerden wie:

  • Hitzewallungen und Nachtschweiß: Reduktion dieser unangenehmen Symptome.
  • Stimmungsverbesserung: Linderung von Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen.
  • Osteoporoseprävention: Hilfe bei der Vorbeugung gegen Osteoporose.
  • Bessere Schlafqualität: Beitrag zu einem besseren Schlaf.

Dauer und Häufigkeit

  • Therapiezyklen: 9 bis 12 Behandlungen für einen kompletten Zyklus.
  • Erhaltungsbehandlung: Ein Kurs von fünf Infusionen alle sechs Monate für anhaltende Vorteile.

Infusionstherapie zur Verbesserung Ihres täglichen Lebens

Die Infusionstherapie stellt eine effektive Möglichkeit dar, Medikamente und Nährstoffe direkt in den Blutkreislauf zu bringen. Diese Methode umgeht den Magen-Darm-Trakt und gewährleistet eine schnelle und effiziente Aufnahme der Substanzen. Besonders vorteilhaft ist sie für Behandlungen, bei denen sofortige oder konstante therapeutische Werte erforderlich sind.

Vorteile der Infusionstherapie:

  • Direkte Aufnahme: Da die Substanzen direkt ins Blut gelangen, wird der Verdauungstrakt umgangen, was eine schnelle Wirkung zur Folge hat.
  • Maximale Bioverfügbarkeit: Nährstoffe und Medikamente werden ohne Verlust durch den Verdauungstrakt in voller Menge aufgenommen.
  • Konstante therapeutische Wirkung: Durch die kontinuierliche Zufuhr werden stabile therapeutische Werte im Körper gehalten, was besonders bei chronischen Erkrankungen oder langfristigen Therapiebedarf von Vorteil ist.

Diese Therapie kann das tägliche Leben erheblich verbessern, indem sie den Körper direkt mit lebenswichtigen Substanzen versorgt und schnell therapeutische Ergebnisse liefert. Sie eignet sich besonders für Menschen mit spezifischen Gesundheitsproblemen oder für jene, die eine effektive Unterstützung ihrer Vitalfunktionen suchen.

Diagnose einer Eisenmangelanämie
Einen Eisenmangel oder eine Anämie stellt der Arzt durch eine Blutuntersuchung fest. Es gibt viele unterschiedliche Laborparameter, die zur Bestimmung des Eisenstoff-wechsels im Körper gemessen werden können.

Bevorzugt wird die Kombination von vier Laborwerten eingesetzt: Hb-Wert, Serum-Ferritin, Transferrinsättigung und das C-reaktives Protein.

Der Hb- oder Hämoglobin-Wert gibt die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) im Blut an. Ist dieser Wert zu niedrig, so liegt eine Anämie vor.
Die Bestimmung des Hb-Werts sagt aber nichts über den Füllungszustand der Eisenspeicher aus. Deswegen ist es sinnvoll, bei einer Untersuchung auch die Eisenspeicher mit Hilfe des Ferritin-Werts zu bestimmen.

Durch den Ferritin-Wert kann der Arzt feststellen, ob die Eisenvorräte im Körper bereits angebrochen oder gar verbraucht sind. Ist dieser Wert zu niedrig, so liegt ein Eisenmangel vor.

Das Transferrin ist der Eisentransporter im Körper. Mit ihm wird das Eisen durch die Blutbahn von Zelle zu Zelle transportiert (z.B. von der Darmzelle, in der das Eisen aus der Nahrung aufgenommen wird, in das Knochenmark, um dort für die Bildung roter Blutkörperchen zur Verfügung zu stehen). Die sog. Transferrinsättigung oder TSAT zeigt an, wie gut oder schlecht dieses Transportprotein mit Eisen beladen ist. Eine zu niedrige Transferrinsättigung bedeutet, dass zu wenig Eisen im Körper transportiert wird und damit den Zellen zu wenig Eisen zur Verfügung steht.

Eine Eisengabe sollte nur auf Basis einer medizinischen Diagnose und unter ärztlicher Anleitung durchgeführt werden.
 
Drei Stadien des Eisenhaushaltes
Der Arzt unterscheidet drei Stadien:

Stadium 1 (Optimalzustand):
Die Eisenspeicher sind gefüllt (Ferritin normal) und die Transporter gut ausgelastet (Transferrin normal), um das Eisen zu den Orten des Verbrauchs zu bringen. Dem Körper steht somit ausreichend Eisen zur Verfügung, um neue rote Blutkörperchen zu bilden und die Blutmenge konstant zu halten.

Stadium 2 (Eisenmangel):
Die Eisenspeicher beginnen, sich zu leeren, da der Körper mehr Eisen verbraucht, als nachgeliefert wird. Dem Körper stehen aber noch genügend rote Blutkörperchen zur Verfügung. Deswegen liegt der Hb-Wert noch im normalen Bereich, während Ferritin und  Transferrinsättigung bereits zu sinken beginnen. Der Mangel kann sich jetzt auch körperlich bemerkbar machen, da unter Umständen nicht mehr genügend Eisen für die Zellfunktionen des Organismus zur Verfügung steht.

Stadium 3 (Eisenmangel-Anämie):
Ohne eine Eisen-Therapie in Stadium 2, kommt es wegen der sinkenden Menge an roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) im Blut zu einer Blutarmut (Anämie). Die Eisenspeicher sind schon lange leer, sodass kein Eisen mehr für die Bildung neuer Blutkörperchen zur Verfügung steht. Betroffene leiden unter starken Symptomen, wie  Kurzatmigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, innerer Unruhe, Magen-Darm- Beschwerden, Schwächeanfällen, erhöhter Infektanfälligkeit, Schluckbeschwerden oder Sodbrennen. Die Laborparameter Hb-Wert, Serum-Ferritin-Wert und Transferrinsättigung sind stark verringert.

Eisenmangel und ADHS

Ein ausgeglichener Eisenhaushalt spielt nicht nur in der Reifung des Gehirns eine wichtige Rolle. Auch bei der Bildung von Botenstoffen wie dem Dopamin besitzt Eisen eine wichtige Funktion. Ein Mangel bzw. eine Beeinträchtigung in der Funktion des Botenstoffes Dopamin wird auch bei dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) beschrieben.

Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Anämieform. Die überwiegende Mehrheit (ca. 80 %) der Patienten sind Frauen und Kinder in der frühen Kindheit.

Ein Ausgleich des Eisenmangels ist bei einem Ferritinwert unter 30 per Infusion zwingend.

Vitaminmangel

Warum Vitamin Infusionen? 

Infusionstherapie, auch als intravenöse (IV) Therapie bekannt, beinhaltet die direkte Verabreichung von Flüssigkeiten, Nährstoffen und medizinischen Substanzen in den Blutkreislauf des Patienten. Dieser Ansatz ermöglicht eine schnellere und effizientere Aufnahme von Nährstoffen im Vergleich zur oralen Einnahme.

Die Infusionstherapie bietet eine breite Palette von Vorteilen. Dank der direkten Zufuhr von Nährstoffen in den Blutkreislauf setzt die Wirkung schnell ein. Der Körper kann die Nährstoffe aus Infusionen optimal absorbieren, da der Verdauungstrakt umgangen wird. Diese individualisierte Behandlung kann auf die spezifischen Bedürfnisse und Ziele des Patienten zugeschnitten werden. Infusionstherapien folgen einem ganzheitlichen Ansatz und können bei verschiedenen Gesundheitszielen eingesetzt werden – von der Steigerung der Energie und Stärkung des Immunsystems bis zur Unterstützung der Hautgesundheit und Entgiftung.

Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der perfekten Infusion.

Für weitere Informationen oder eine Beratung zur Behandlung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Sie können selbst einen Termin über unsere Website www.drkhbauer.ch oder über die Plattform OneDoc buchen.

Ketamin-Therapie mit Infusionen

Die Ketamin-Infusion ist eine zunehmend angewendete Behandlungsmethode, insbesondere
wenn herkömmliche Therapien versagen oder schnelle Hilfe notwendig ist. Ketamin wirkt
durch Blockade der NMDA-Rezeptoren im Gehirn und hat dabei schmerzlindernde sowie
stimmungsaufhellende Wirkungen. Besonders in der Schmerztherapie und bei der Behandlung
von Depressionen und Angststörungen hat es sich als vielversprechend erwiesen. Die
Anwendungsgebiete sind vielfältig:

  1. Chronische Schmerzen: Insbesondere bei Schmerzen, die nicht auf herkömmliche Schmerzmittel oder Therapien ansprechen, wie bei bestimmten Arten von Nervenschmerzen oder Fibromyalgie, Migräne, Endometriose, Postcovid u. a.
  2. Therapieresistente Depressionen: Ketamin hat sich als eine effektive Option für Patienten erwiesen, die mit traditionellen Antidepressiva keine ausreichende Linderung erfahren.
  3. Angststörungen und PTSD (posttraumatische Belastungsstörung): Bei schweren Angststörungen oder PTSD, die schwer zu behandeln sind, kann Ketamin eine schnelle und wirksame Linderung bieten.
  4. Zwangsstörungen
  5. Akute, unerträgliche Symptome: Bei akuten Krisen oder intensiven Symptomen, die sofortige Intervention erfordern, kann eine Ketamin-Infusion schnelle Hilfe leisten.


Die Behandlung erfolgt in der Regel unter ärztlicher Aufsicht, da die Wirkung und Dosierung präzise gesteuert werden müssen. Ketamin ist dabei ein vielversprechender Ansatz für Patienten, die von anderen Therapieformen nicht profitieren oder die eine schnellere Linderung benötigen.

Zunächst wird eine ausführliche Anamnese/Gespräche durchgeführt, Checklisten ausgefüllt, eventuell notwendige Voruntersuchungen besprochen. Die Wirkungen und Nebenwirkungen werden ebenfalls besprochen, ein Protokoll mit Einverständnis angefertigt.

Bereits eine einmalige Behandlung mit Ketamin kann zu einer Verbesserung der Symptomatik führen, wobei der Effekt meist eher unbeständig ist. Er kann somit gut genutzt werden in einer Situation, in der man eine rasche Linderung der Symptomatik inkl. Reduktion von Suizidalität erreichen will. Durch die wiederholte Anwendung in einer Frequenz von zwei Behandlungen pro Woche kann die Wirkung deutlich nachhaltiger werden, zum Beispiel im Rahmen einer sogenannten Kurzzeitbehandlung, die bis zu vier Wochen dauert. In der Regel werden 3 bis 8 Infusionen verabreicht; die Anzahl der benötigten Ketamin-Infusionen variiert von Patient/-in zu Patient/-in und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und dem Ansprechen auf die Therapie.

Da es sich um eine “Off-Label“-Anwendung handelt, werden die Kosten von den Krankenversicherungen nicht übernommen.

Ketamin ist grundsätzlich ein sicheres Medikament, das in der richtigen Dosierung und unter ärztlicher Aufsicht gut verträglich ist. Dennoch können vorübergehend leichte Nebenwirkungen wie Schwindel, Blutdruckschwankungen oder Wahrnehmungsverzerrungen auftreten.

Bei Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen wie Psychosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Glaukom ist die Ketamin-Therapie kontraindiziert. Eine sorgfältige Voruntersuchung ist daher unerlässlich, um mögliche Risiken auszuschließen.

Unsere Praxis bietet eine sichere, klinische Umgebung, in der Ketamin unter streng kontrollierten Bedingungen verabreicht wird. So vermeiden wir Risiken, die durch unsachgemäße Anwendungen entstehen können.

Vorteile der Ketamin-Infusionen sind die schnelle Wirksamkeit, oft schon nach der ersten Infusion, hohe Erfolgsraten bei therapieresistenten Fällen, breites Anwendungsspektrum (Depressionen, Schmerzen, Angst etc.). Meist ist nur eine kurze Behandlungsdauer erforderlich; Ketamin ist gut verträglich und hat geringe Nebenwirkungen.

Nachteile sind sicher, dass die Krankenversicherungen die Kosten für Off-Label-Nutzung nicht übernehmen. Die Nebenwirkungen wie Schwindel und Wahrnehmungsverzerrungen sind möglich, bei einigen Vorerkrankungen besteht eine Kontraindikation. Die Wirkung ist oft vorübergehend, sodass Wiederholungsbehandlungen nötig werden können.

Aber insgesamt überwiegen für viele Patienten die Vorteile, insbesondere, wenn herkömmliche Therapien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Eine ausführliche Beratung ist deshalb unerlässlich.

Wissenschaftliche Literatur kann bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

Für weitere Informationen oder eine Beratung zur Behandlung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Sie können selbst einen Termin über unsere Website www.drkhbauer.ch oder über die Plattform OneDoc buchen.